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Rot werden: Warum erröten wir?

rot werdenSicher kennen Sie die Situation, auch wenn sie vielleicht selbst nicht betroffen sind. Ein Schüler steht vor der Klasse und soll ein Gedicht aufsagen. Er ist einer der Schüchternen und tritt nur ungern vor seine Kameraden.

Allein der Gedanke an das drohende Gelächter treibt ihm die Röte ins Gesicht und schon machen sich alle über seine Gesichtsfarbe lustig. Sein schlimmster Albtraum wird wahr. So geht es vielen Menschen, doch nur die wenigsten wissen, woher das Erröten kommt. Im nachfolgenden Artikel möchten wir genau das klären und auch darauf eingehen, was man gegen das Erröten unternehmen kann.

Wie sieht es aus, wenn man errötet?

So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich sehen sie auch aus, wenn sie erröten. Manche von ihnen bekommen rote Flecken im Brustbereich, andere einen roten Hals, rote Ohren, eine rote Stirn, rote Wangen oder ein komplett rotes Gesicht. Auch der Rotton ist je nach Situation und Person unterschiedlich.

Dieses Phänomen ist immer mit Stress verbunden, weshalb die Betroffenen oft gleichzeitig Hitzewallungen spüren, zu schwitzen beginnen oder einen starken Herzschlag wahrnehmen. Manche von ihnen beginnen sogar zu zittern oder merken einen unangenehmen Druck im Magen.

Wissenswertes über das Erröten

Was viele Menschen heute nicht mehr wissen ist, dass es früher sehr gern gesehen war, wenn Frauen erröteten, da dies als besonders attraktiv galt. In der heutigen Zeit, in der Frauen durch Selbstbewusstsein bestechen sollen, hat sich dies allerdings verändert.

Die Angst vor dem Erröten wird Erythrophobie genannt. Bis zum Alter von fünf Jahren fällt den Kindern gar nicht auf, dass sie erröten, weil sie nicht darüber nachdenken, was andere über sie denken. Die Probleme treten meist ab der Pubertät auf. In dieser Zeit leiden die Jugendlichen allgemein unter großer Unsicherheit und diese wird durch das Rotwerden noch verstärkt.

Auch wenn man es manchmal liest, das Rotwerden kann sich nicht einfach verwachsen. Wer davon betroffen ist, ist dies im Normalfall ein ganzes Leben lang. Wie genau man aber gegen dieses Problem vorgehen kann, erklären wir in diesem Artikel noch genauer.

Wieso werden manche Menschen eher rot als andere?

Die Ursachen für das Rotwerden sind vielseitig, weshalb es sich nicht eindeutig klären lässt, wieso einige Personen eher betroffen sind als andere. Wir haben einige Punkte zusammengestellt, die zeigen, wie vielseitig die Ursachen für dieses Problem sein können:

  1. Dünne Haut: Manche Menschen haben dünnere Haut als andere. Meist handelt es sich dabei um hellhäutige Menschen. Je dünner die Haut ist, desto eher sieht man die Durchblutung und damit auch das Erröten.
  1. Die Angst als ständiger Begleiter: Jeder geht unterschiedlich mit Angst um. Wie viel Angst man empfindet und wie man sie auffasst, kann teilweise vererbt werden. Je mehr Angst man empfindet, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit zu erröten. Man spricht dann von einer chronischen Anspannung, welche dauerhaft vorhanden ist.
  1. Die persönliche Lebensführung als wichtiger Faktor: Wer sich schlecht ernährt, wenig Bewegung hat und schlecht schläft, bringt seinen Körper und Geist ins Ungleichgewicht. Dieses wiederum erhöht das Risiko zu erröten.
  1. Geringes Selbstbewusstsein als Auslöser: Viele Menschen sind mit sich selbst nicht zufrieden und finden beispielsweise ihre Nase zu groß, ihre Brüste zu klein und ihren Bauch zu dick. Sie konzentrieren sich nur auf die Körperteile, die sie an sich selbst schlecht finden. Wenn sie dann jemand genau auf diese Bereiche anspricht, beginnen sie, sich dafür zu schämen und die Röte steigt ihnen ins Gesicht.

Oft rühren die Probleme auch aus der Kindheit her. Haben Kinder in dieser Zeit nicht genug Bestätigung von den Eltern erhalten und waren diese besonders ängstlich im Umgang mit ihnen, so haben sie höchstwahrscheinlich ein geringes Selbstwertgefühl und erröten leicht.

  Wie kann man Erröten im Gesicht vermeiden?

Zuerst einmal ist zu sagen, dass man das Rotwerden selbst, nicht einfach abstellen kann. Deshalb ist es umso wichtiger, dass man lernt, richtig damit umzugehen. Erst wenn man keine Panik mehr davor hat, zu erröten, werden die Probleme geringer. Mit den nachfolgenden Tipps und etwas Geduld kann es den Betroffenen gelingen, sich in unangenehmen Situationen wieder wohler zu fühlen.

  1. Selbstbewusstsein stärken: Der wichtigste Schritt auf dem Weg in ein Leben ohne Rotwerden ist das Selbstvertrauen. Wer sich nicht für sich selbst, seinen Körper oder seine Eigenschaften schämt, läuft nicht leicht rot an. Eine Therapie beim Psychologen kann helfen, die eigenen Schwächen zu erkennen, sie anzunehmen und sich Strategien zu überlegen, um sich selbst zum Positiven zu verändern. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Betroffenen erkennen, dass kein Mensch frei von Makeln ist. Wer dies verstanden hat, ist auf dem besten Weg in ein glückliches und erfülltes Leben.
  1. Das Rotwerden annehmen: Die Panik vor dem Erröten loszuwerden ist schwer, da es peinlich ist, vor einer Menschenmenge rot anzulaufen und sich dann die Kommentare darüber anhören zu müssen. Deshalb sollte man ganz offen mit diesem Problem umgehen. Vor einem Referat kann man beispielsweise erklären, dass man durch Stress immer etwas rot wird, das aber nichts zu bedeuten hat. Gerade auch im Freundeskreis ist ein offener Umgang mit dem Thema wichtig. Sobald man weiß, dass das Rotwerden zu einer Person gehört, wird sie nicht mehr schief angesehen, sondern das Phänomen ignoriert. Damit sinkt auch die Wahrscheinlichkeit für das Erröten der betroffenen Person, da sie keine Angst mehr davor zu haben braucht.
  1. Alternative Methoden: Neben den bereits geschilderten Möglichkeiten, kann man auch anders dagegen vorgehen, ungewollt in verschiedenen Situationen zu erröten. Es gibt verschiedene Medikamente und sogar eine Möglichkeit zur Operation. Von beidem ist jedoch abzuraten, da Nebenwirkungen vorprogrammiert sind. Außerdem sollte das Ziel immer sein, mit sich selbst ins Reine zu kommen, anstatt Probleme durch Operationen oder Medikamente zu überdecken.

Zum Schluss ein kleiner Trost für alle, die dachten, dass man das Rotwerden einfach ausschalten kann: Sie sind nicht allein. Sehr viele Menschen sind von diesem Phänomen betroffen. Gehen Sie einfach offen damit um, sprechen Sie mit Betroffenen und lernen Sie, sich selbst mit dieser Eigenschaft zu akzeptieren. Es lohnt sich! Dann klappt es auch mit der Partnersuche, beispielsweise auf Parship.