So verändern Kinder eine Beziehung


Zu der Dauer einer Beziehung gehören immer zwei – oder doch drei? Rund 70% aller Österreicherinnen und Österreicher sind in festen Händen, 49% davon haben Kinder miteinander. Dauern Beziehungen mit Kindern in der Tendenz länger oder kürzer als die von kinderlosen Paaren? Wie sieht der Alltag aus? Welche Werte stehen im Ranking ganz oben?

In einer Studie hat das von Parship beauftragte Institut marketagent.com 655 liierte Österreicherinnen und Österreicher zwischen 18 und 69 Jahren dazu befragt. Was dabei herausgekommen ist: grundsätzlich wünschen sich Österreicherinnen und Österreicher in Beziehungen mehr Intimität…

Wann kriegen wir Kinder?

Das beschäftigt nicht nur jedes einzelne Paar. Wann passt das mit dem Kinderkriegen, wie viele sollen es sein? Jedes dritte Paar in Österreich freut sich schon in den ersten zwei Jahren seiner Beziehung über das erste Kind. Ein Drittel wartet etwas länger mit dem Nachwuchs und erlebt die Geburt des ersten gemeinsamen Babys nach zwei bis fünf Jahren Beziehungsdauer, ein Drittel aller österreichischen Paare wird nach fünf Jahren zum ersten Mal Mama und Papa. Wann österreichische Paare Kinder bekommen, ist also durchaus ausgeglichen.

Eins, zwei oder drei?

Die Tendenz geht in Österreich zu eher kleinen Familien: 42 Prozent der Paare ziehen ein Einzelkind groß, 44% haben sich nach dem ersten Kind noch einmal für ein Kind entschieden. Nur 14 Prozent der österreichischen Paare haben drei oder mehr gemeinsame Kinder – in einem von vier Fällen bringt einer der Partner ein minderjähriges Kind mit in die neue Beziehung. Dass beide Partner vorher schon Kinder haben, ist übrigens nicht die Regel, sondern nur in drei Prozent der Fall.

Wie sehr stimmen Ihre Meinung und die Ihres Partners/ Ihrer Partnerin in Bezug auf folgende
Themen überein? (5-stufige Skalierung)

Kommst du Kuscheln?

Wie sieht das eigentlich für Eltern mit der Sexualität aus – im Vergleich zu kinderlosen Paaren? Anscheinend fehlt es so oder so an Intimität – bei kinderlosen Paaren geben das mit 42% weniger als die Hälfte an, bei Elternpaaren knapp über die Hälfte. Und Paare ohne Sprösslinge können sich natürlich mehr Zeit für sich nehmen – zum Beispiel zum Kuscheln und für Gespräche.

Inwieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen in Bezug auf Intimität in Ihrer Partnerschaft zu? (5-stufige Skalierung)

Das ist nichts Ungewöhnliches – schließlich fordern Kinder einiges an Aufmerksamkeit, wollen gewickelt, gefüttert bzw. später zum Sport oder zu Freunden gebracht werden.  Abgesehen davon verbringen aber auch kinderlose Paare nicht unbedingt mehr Freizeit miteinander – 58% aller Paare verbringen viel Zeit miteinander, und nur jeder Fünfte ist quasi nie ohne seinen Lieblingsmenschen anzutreffen.

Du und ich – für immer?

“Ich will für immer mit dir zusammen sein.” Das allein ist schon ein großer Satz – aber gilt das auch, wenn Babys, Kleinkinder oder später eben Teenager im Haus sind? Insgesamt zeigen Elternpaare mehr Einigkeit als Paare ohne Nachwuchs, und räumen den Werten “Familie”, “Ehe” und Beruf” einen höheren Stellenwert ein. Und deswegen schauen 76 Prozent aller Familien mit einer gemeinsamen Zukunft – bei kinderlosen Paaren sind es ganze 10 Prozent weniger. Fast 20 Prozent der Paare würden eine Beziehung beenden, wenn sie sie nicht mehr glücklich macht, während das nur für 10 Prozent der Paare mit Kindern in Österreich überhaupt eine Option ist.

Zu einer Beziehung gehören zwei

Wenn zwei eine Beziehung wollen, sollten weder Kinder noch Beruf etwas daran ändern. Jede Beziehung verändert sich über Jahre, und eben auch mit Kindern. Psychologin Caroline Erb rät, dass man sich “ganz bewusst Zeit füreinander nehmen” und natürlich auch “die Zweisamkeit pflegen” sollte. Und diesem Tipp kommt doch eigentlich jeder gerne nach, oder?

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