Trennungsphasen: So unterschiedlich trauern Frauen und Männer

TrennungsphasenSicher haben Sie es schon einmal am eigenen Leib erfahren müssen, wie sehr eine Trennung schmerzt. Man hat das Gefühl, dass einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird und man in ein tiefes schwarzes Loch fällt, das nie zu enden scheint. Doch irgendwann geht das Leben dann plötzlich doch weiter. Dann ist der Schmerz überwunden und das Herz wieder bereit für etwas Neues.

Diese Entwicklung kann natürlich nicht über Nacht geschehen, da die tiefen Wunden nur langsam heilen. Nicht umsonst gilt in der Liebe der Spruch: die Zeit heilt alle Wunden. Nachfolgend möchten wir Ihnen genau erklären, welche Phasen Sie auf dem Weg der Genesung nach einer Trennung genau durchlaufen und wie Männer und Frauen den Schmerz auf unterschiedliche Art und Weise verarbeiten.

  1. Man will es nicht wahrhaben

Die erste Phase der Trennung ist besonders schwer für die meisten Menschen. Alles ist noch so frisch und unwirklich. Man kann nicht fassen und will nicht wahrhaben, dass das, was Jahre lang Alltag und Leben war, nun plötzlich vorbei sein soll und hofft, dass es sich der Partner noch einmal anders überlegen wird. Besonders schmerzhaft ist für viele, dass nicht nur der Partner an der Seite fehlt, sondern auch Freunde und gemeinsame Zukunftsträume plötzlich der Vergangenheit angehören. Das Gefühl, dass das schwarze Loch unendlich sein könnte macht sich breit. Deshalb ist es in dieser Situation so wichtig, sich abzulenken und viel mit vertrauten Personen zu sprechen. Nur wer auch versucht, die Situation anzunehmen und zu verstehen, dass es wirklich vorbei ist, kann die Trennung auch richtig verarbeiten. Ganz besonders wichtig ist es, den Kontakt zum Ex-Partner abzubrechen. Egal ob online oder im wirklichen Leben – er sollte nirgendwo mehr auftauchen.

  1. Gefühlschaos

Die zweite Phase der Trennung ist voller Gefühlschaos. Es kann eine Mischung aus tiefer Trauer, Hoffnungslosigkeit, Wut und Schmerzen sein. In der Regel überwiegt aber die Trauer. Diese Phase dauert am längsten und ist für die meisten Menschen besonders hart. Nach der Verleugnung macht sich nun ein Gefühl breit, als wäre das Leben vorbei. Auch Depressionen sind durchaus möglich. Deshalb ist es umso wichtiger, die Gefühle nicht zu unterdrücken. Stattdessen sollte man darüber sprechen und auch weinen um alles herauszulassen. In besonders schlimmen Fällen kann auch eine Therapie durchaus hilfreich sein.

  1. Wut

Nach der Trauer folgt nach dem Ende einer Beziehung meist die Wut, die bis hin zu einer Wut Depression reichen kann. Häufig dauert diese Phase nicht besonders lange, ist aber dafür umso intensiver. Die Betroffenen haben verstanden, dass der Ex Partner sie nicht zurück will und verspüren deshalb besonders negative Gedanken, die bis hin zu Rachegedanken reichen können. Auch hier sollte man vorsichtig sein um die Grenzen nicht zu überschreiten. Selbstverständlich ist es kein Problem, etwas Hass zu fühlen und über Rache nachzudenken. Diese Pläne sollten aber nicht in die Tat umgesetzt werden.

  1. Alles neu- die Phase der Akzeptanz

Die letzte Phase nach dem Beziehungsaus ist die wohl schönste. In dieser Trennungsphase erkennen die Betroffenen, dass die Trennung richtig war. Sie fühlen sich stark, dass sie die Trauer überwunden haben und sind offen für etwas Neues. Auch Gedanken an den Ex gibt es jetzt nur noch selten. Häufig fällt den Menschen auf, worauf sie so lange während der Partnerschaft verzichtet haben und was sie gerne wieder machen würden. Neue Energie wird freigesetzt und es zeigen sich neue Wege für die Zukunft. Besonders wichtig in dieser Phase ist es, offen für Neues zu sein, viel auszuprobieren und weiterhin Gefühle zuzulassen. Irgendwann ist dann auch der Schritt in die Richtung einer neuen Partnerschaft nicht mehr weit.

Frauen und Männer trauern anders

Mann und Frau in TrennungDass Frauen und Männer anders sind, ist jedem bereits auf den ersten Blick klar. So ist es kein Wunder, dass beide Geschlechter auch ganz anders mit dem Thema der Trennung umgehen. Frauen sind dabei wesentlich emotionaler während die Herren der Schöpfung weiterhin als die Starken gesehen werden wollen, die nur ungern Gefühle zeigen, da sie dies mit Schwäche gleichsetzen.

Frauen und ihre Trennungsphasen:

Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass Frauen nach einem Beziehungsende länger Zeit benötigen um das Ganze zu verarbeiten und wieder fit zu werden. Den Liebeskummer zu überwinden, fällt ihnen schwer. Allerdings sprechen sie viel mit Freunden und Bekannten über ihre Probleme um diese aus der Welt zu schaffen. Auch zu Weinen und öffentlich zuzugeben, dass es ihnen schlecht geht, fällt ihnen nicht schwer. Auch wenn Frauen sich viel Zeit für die Trauerarbeit nehmen, hält die Phase der Trauer und Hoffnungslosigkeit bei ihnen meist länger an. Sie interessieren sich erst für einen neuen Partner, wenn sie wirklich komplett mit dem Ex abgeschlossen haben, an dem sie in der Regel noch sehr lange hängen.

Männer und ihre Trennungsphasen:

Männer gehen nach einer Trennung oft sehr schnell wieder zur Tagesordnung über, was für die Ex Partnerin meist schwer zu verstehen ist. Das hat nichts damit zu tun, dass sie diese nicht geliebt haben oder dass sie nicht trauern. Vielmehr müssen Männer sich ablenken, da sie nur ungern über Probleme sprechen. Nach außen hin wirkt es, als ob ihre Trauerphase sehr kurz sei, doch innerlich leiden auch sie häufig noch sehr lange unter dem Ende ihrer Beziehung.

Sie fühlen sich vor allem in ihrem Stolz sehr leicht gekränkt. Um den Trennungsschmerz zu verarbeiten sorgen die Herren deshalb für eine schnelle Neuorientierung. Sie suchen sich häufig schon nach kurzer Zeit eine neue Partnerin und schauen nach vorn. Häufig ist die Partnerin nicht mehr als ein Trostpflaster und nur selten die wirklich große Liebe.

 

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