Minderwertigkeitskomplexe behandeln

SelbstvertrauenWenn Sie sich nicht immer komplett selbstbewusst fühlen und es Ihnen etwas schwer fällt, bei der Partnersuche auf jemanden zuzugehen, dann geht es Ihnen wie vielen Ihrer Mitmenschen. Das Positive an diesem Problem ist, dass es sich mit etwas Geduld, Disziplin und einer positiven Grundeinstellung leicht bekämpfen lässt.

Wir möchten Ihnen in diesem Artikel erklären, wie Sie es schaffen können, dass Ihre Minderwertigkeitskomplexe schon bald der Vergangenheit angehören und Sie ein positiveres Selbstbild von sich gewinnen können. Damit gehen Sie nicht nur den Weg in ein glücklicheres und entspannteres Leben, sondern steuern auch geradewegs auf eine erfüllte Partnerschaft zu.

Was versteht man unter Minderwertigkeitskomplexen?

Um erklären zu können, wie Sie Ihr Selbstwertgefühl stärken können, sollte zuerst einmal geklärt werden, worum es sich bei Minderwertigkeitskomplexen genau handelt. Betroffene fühlen sich ständig unvollkommen. Sie haben stets den Eindruck den Erwartungen nicht genügen zu können, und unwichtig zu sein. In den schlimmsten Fällen führen diese Gefühle bis hin zu Depressionen oder sogar hin zum Wunsch nach einem Suizid.

Die Unsicherheit und das geringe Selbstbewusstsein der Personen kann sich auf sehr unterschiedliche Weise äußern. Frauen neigen meist zu depressiven Verstimmungen, während viele Männer sich hinter Alkoholproblemen, Aggressivität oder Statussymbolen verstecken. Nach außen hin wirken die Betroffenen auf den ersten Blick häufig arrogant und unnahbar.

Wie bei den meisten Erkrankungen, die die Psyche des Menschen betreffen, liegen die Ursachen für Minderwertigkeitskomplexe in der Regel in der Kindheit. Erfuhr das Kind zu wenig Lob, Fürsorge und Liebe und muss im Gegenzug häufig Kritik einstecken, so festigt sich das Gefühl, den Anforderungen nicht genügen zu können und nicht genug wert zu sein. Auch wenn Kinder zu sehr mit Lob und Liebe überschüttet werden, kann dies problematisch sein. Im späteren Leben können sie diese Menge an positiven Gefühlen nicht mehr so einfach erhalten und leiden darunter. Egal, welche Ursache das geringe Selbstwertgefühl hat, benötigen die Betroffenen dauernd Lob und tun sich schwer, sich mit Erfolgen zufrieden zu geben.

So verbessern Sie Ihr Selbstwertgefühl

Stärken und SchwächenWenn Sie Ihre Selbstakzeptanz verbessern möchten, gibt es dafür selbstverständlich kein Patentrezept. Das heißt, dass Sie selbst aus allen Methoden die herausfinden müssen, die am besten zu Ihnen passen. Wichtig dabei ist, dass Sie nicht aufgeben.

Vermutlich leiden Sie schon seit geraumer Zeit unter dem Gefühl der Unsicherheit. Geben Sie sich also Zeit, erwarten Sie nicht zu viel und setzen Sie sich nicht unter Druck. Dann können Sie schon bald kleinere oder größere Erfolge verzeichnen.

  1. Jeder Mensch hat Fehler und Schwächen

Nach außen mag es so wirken, als gäbe es die perfekten Menschen, die perfekte Familie und die perfekte Beziehung. Doch meist steckt mehr Schein als Sein dahinter. Versuchen Sie zu verstehen, dass jeder Mensch auch negative Seiten hat. Ecken und Kanten machen eine Person erst interessant und auch die Stars aus dem Fernsehen besitzen sie, auch wenn es nicht so scheint. Egal, was Sie an sich stört, nehmen Sie Ihre Macken an und stehen Sie zu Ihnen. Je weniger Sie versuchen, perfekt zu sein, desto wohler werden Sie sich in Ihrer Haut fühlen.

  1. Eigenlob stinkt nicht

Keiner erwartet von Ihnen, dass Sie jeden Tag mitten im Stadtzentrum Lobeshymnen auf sich selbst singen und komplett selbstverliebt durchs Leben geben. Allerdings sollten Sie sich auch für Ihre kleinsten Erfolge loben und belohnen. Stecken Sie sich kleine und realistische Ziele. Immer wenn sie ein Ziel erreichen, loben Sie sich dafür, in dem Sie beispielsweise ausgehen, einen Abend mit Freunden genießen oder in Ihrem Lieblingsrestaurant essen. Bestimmt haben auch Sie die eine oder andere Fähigkeit, die Sie nicht so gut beherrschen. Blenden Sie diese aus und legen Sie den Fokus auf das, was Sie gut können. Wieso sollten Sie sich darüber ärgern, schlecht in Mathematik zu sein, wenn Sie ein begabter Dolmetscher sind?

  1. Vergleichen Sie sich nicht mit anderen

Ihr Nachbar hat bereits eine Frau, drei Kinder und fährt einen Porsche? Lassen Sie sich davon nicht beeindrucken. Sie können niemals hinter die Fassade blicken und wissen, ob die jeweilige Person wirklich glücklich ist. Versuchen Sie Ihr Umfeld bis zu einem gewissen Grad auszublenden und sich auf sich selbst zu fokussieren. Ihr Weg ist ein anderer und das ist gut so. Wenn Sie das anerkennen, gelingt es Ihnen leichter, mit Ihrem Leben zufrieden zu sein und sich genau so anzunehmen, wie Sie sind.

  1. Suchen Sie sich ein positives Umfeld

Das Umfeld in dem Sie leben, prägt Sie maßgeblich. Deshalb ist es extrem wichtig, dass Sie sich mit Personen umgeben, die eine positive Einstellung haben. Ihr Selbstbild kann sich deutlich verbessern, wenn Sie ständig mit Menschen im Kontakt stehen, die sich nicht minderwertig fühlen, sondern an sich selbst und Ihre Pläne glauben. Falls es Ihnen schwer fällt, solche Personen zu finden, beginnen Sie Videos anzusehen und Blogs zu lesen, in denen Menschen erzählen, die Unsicherheit nicht kennen und versuchen Sie deren positive Gedanken in Ihren Alltag zu integrieren.

  1. Nehmen Sie das Leben nicht so ernst

Das Gefühl der Minderwertigkeit verleiht Ihrem Leben eine große Portion Ernsthaftigkeit. Versuchen Sie deshalb, das Leben etwas lockerer zu sehen. Es wird immer Menschen geben, die Sie kritisieren und nicht mögen und das ist auch gut so. Wenn einer Ihrer Pläne also nicht aufgeht, sollten Sie den Fehler nicht immer nur bei sich suchen und sich schlecht fühlen, sondern einfach nach vorne blicken.

  1. Nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch

Sie haben schon alles probiert und kommen einfach nicht gegen Ihren Komplex an? Dann sollten Sie darüber nachdenken, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. In einer Psychotherapie können die Ursachen Ihrer Probleme geklärt und Lösungen gefunden werden.

Wovon Sie die Finger lassen sollten

Auf der Suche nach der richtigen Methode gegen die störenden Minderwertigkeitskomplexe verirren sich viele Betroffene und schlagen einen wenig positiven Weg ein. Wir erklären Ihnen deshalb, welche Möglichkeiten Sie besser nicht ausprobieren sollten.

  1. Krankhaftes Streben nach Erfolg und Status

Wenn Sie gegen Ihr geringes Selbstwertgefühl ankämpfen möchten, ist es keine gute Idee, nur auf Erfolg und Status zu setzen. Zu Beginn mögen Job, Karriere, Haus und Auto die Bedürfnisse zwar befriedigen, doch dieses Glück besteht in der Regel nur temporär. In der Psychologie spricht man von einem Pseudo Selbstwertgefühl, das leicht wieder verloren gehen kann.

  1. Schönheits-Operationen

Möglicherweise leiden Sie unter einem Makel an Ihrem Körper, doch meist sitzt das Problem viel tiefer. Durch eine Schönheits-Operation werden die Probleme deshalb, wenn überhaupt, nur teilweise gelöst. Kümmern Sie sich erst um Ihre Seele und dann um Ihren Körper.

Das Selbstwertgefühl auf der Partnersuche stärken

Damit Sie leichter einen Partner finden können, ist ein starkes Selbstbewusstsein definitiv von Vorteil. Gleichzeitig kann Ihnen die Partnersuche aber auch helfen selbstbewusster zu werden.

  1. Blickkontakt und Lächeln

Versuchen Sie so oft wie möglich Blickkontakt mit Personen des anderen Geschlechts zu halten und fremde Personen anzulächeln. Je öfter Sie dies üben, desto leichter fällt es Ihnen und desto positiveres Feedback werden Sie erhalten.

  1. Werden Sie zum König des Smalltalks

Geben Sie sich einen Ruck und kommen Sie mit fremden Menschen ins Gespräch. Das kann im Aufzug, im Café oder im Supermarkt sein. Sie werden erstaunt sein, wie positiv die meisten Menschen auf einen netten Smalltalk reagieren und schon bald wesentlich sicherer auf andere zugehen können.

  1. Lernen Sie nein zu sagen

Die meisten Menschen, die unter Minderwertigkeitskomplexen leiden, haben große Angst, etwas falsch zu machen und trauen sich deshalb oft nicht, nein zu sagen. Üben Sie dies erst zu Hause und dann auch überall sonst. Lassen Sie sich nicht mehr zu Dingen zwingen, die Sie nicht möchten und sagen Sie, wenn Ihnen etwas nicht passt. Schnell wird Ihnen auffallen, wie viel glücklicher Sie sind, wenn Sie sich nicht ständig zu Aufgaben verpflichtet fühlen, zu denen Sie gerne nein gesagt hätten.

  1. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Durchbrechen Sie Ihre Grenzen und zwingen Sie sich ab und zu etwas zu tun, was Ihnen schwer fällt. Gehen Sie beispielsweise auf eine fremde Person zu und fragen Sie diese nach einem Date. Denken Sie immer daran: Sie haben nichts zu verlieren, sondern gewinnen nur neue Erfahrungen dazu!

Ein Gedanke zu „Minderwertigkeitskomplexe behandeln

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