Menschenkenntnis: Menschen durchschauen

MenschenkenntnisSicher kennen Sie das Gefühl, sich bitter in einer Person getäuscht zu haben. Das tut nicht nur weh, sondern führt häufig zu starken Selbstzweifeln.

Hätten Sie vielleicht vorher merken müssen, dass Ihr Gegenüber es nicht ernst meint und hat Ihre Menschenkenntnis versagt?

Im nachfolgenden Artikel möchten wir genau auf dieses Thema eingehen und klären, ob und wie man Menschenkenntnis erlernen und davon im Alltag profitieren kann.

Kann man Menschenkenntnis erlernen?

Grundsätzlich kann diese Frage mit ja beantwortet werden. Mit etwas Zeitaufwand und Geduld ist es möglich zu erlernen, wie andere Menschen ticken. Sie sollten sich zu allererst darüber im Klaren sein, dass jede Person eigenständig und damit anders denkt und handelt. Dies ist der Grund, weshalb es oft ohne böswillige Absicht zu Missverständnissen oder Streitigkeiten untereinander kommt. Wichtig ist deshalb, dass Sie erlernen, zu erkennen welchem Menschentyp die jeweilige Person angehört. Nachfolgend haben wir deshalb die drei Menschentypen aufgelistet und genauer erklärt.

  1. Sympathiker:

Wie der Name bereits vermuten lässt, wirken die sogenannten Sympathiker auf den ersten Blick besonders angenehm. Sie mögen es harmonisch und haben gerne viele Freunde. Außerdem sind sie kein Freund von klaren Fakten, sondern bevorzugen persönliche Erfahrungen und Kontakte. Wenn sie etwas stört, weißen sie nicht direkt, sondern auf Umwegen darauf hin.

  • Sympathiker sind häufig im pädagogischen Bereich tätig und bevorzugen bei der Büroeinrichtung & Dekoration und warme Farben.
  1. Dynamiker:

Die Dynamiker brauchen immer Bewegung in ihrem privaten und beruflichen Alltag. Sie    mögen keine langen Gespräche und beschäftigen sich am liebsten nur mit den wichtigen Fakten.

  • Dynamiker besitzen oft leitende Positionen und fallen häufig durch eine schnelle und laute Sprache auf.
  1. Logiker:

Logiker dagegen setzen in erster Linie auf Sicherheit. Bevor sie sich für etwas entscheiden, wägen sie behutsam die Vor- und Nachteile ab und überstürzen nichts. Fakten sind ihnen besonders wichtig.

  • Logiker kleiden sich in der Regel nüchtern und sachlich und arbeiten häufig im IT-Bereich.

Wenn es darum geht, Menschenkenntnisse zu erwerben, sollten Sie allerdings wissen, dass die unterschiedlichen Menschentypen normalerweise nur selten in der Reinform und eher in Mischformen vorkommen. Sobald Sie mit Ihrem Gegenüber kommunizieren, sollten Sie also darauf achten, welche Persönlichkeitsmerkmale Sie besonders feststellen können.

Mit der richtigen Menschenkenntnis aus dem Gesicht lesen

Selbstverständlich ist es möglich durch die entsprechende Kleidung oder die Körperhaltung auf das Wesen einer Person zu schließen. Durch ein Umstyling oder den richtigen Sport können diese Merkmale allerdings schnell einer Änderung unterzogen werden. Anders verhält es sich mit dem Gesicht. Um Menschen anhand des Gesichtes durchschauen zu können, müssen Sie das Gesicht in drei Teile teilen. Man unterscheidet dabei die Stirn, die mittlere Gesichtspartie von den Augen bis zur Nase und die untere Gesichtspartie von Mund, Kinn und Kiefer.

Der Bereich der Stirn wird dem Intellekt zugeordnet, während die mittlere Gesichtspartie die Gefühle beherbergt. Der untere Teil des Gesichtes repräsentiert den Körper.

  • Ausgeglichene Person: Ist das Größenverhältnis zwischen den drei Bereichen im Gesicht harmonisch, so kann dies auf eine ausgeglichene Persönlichkeit hindeuten.
  • Sympathiker: Ist die mittlere Gesichtspartie besonders stark ausgeprägt, so handelt es sich bei Ihrem Gegenüber mit großer Wahrscheinlichkeit um einen Sympathiker.
  • Logiker: Ist die Stirn extrem ausgeprägt, so deutet dies darauf hin, dass die intellektuelle Seite der Person besonders dominiert.

Selbstverständlich handelt es sich hierbei nur um Richtwerte. Dies bedeutet, dass die jeweiligen Charaktereigenschaften bei der entsprechenden Gesichtsform nicht unbedingt auftreten müssen. Verlassen Sie sich hierbei deshalb immer auch etwas auf Ihr Gefühl und Ihren Instinkt.

Die Körpersprache als Indikator

Sicherlich haben Sie bei sich selbst schon einmal bemerkt, dass Sie sich während eines Gespräches an bestimmten Stellen berühren. Vielleicht sind Sie sogar schon einmal darauf aufmerksam gemacht worden. Falls nicht, versuchen Sie, sich selbst zu beobachten. Die meisten Menschen führen unbewusst immer eine ähnliche Bewegung aus. Können Sie diese bei Ihrem Gegenüber richtig interpretieren, so durchschauen sie die Person nicht nur, sondern können das Gespräch auch besonders gut vorantreiben.

  • Berührungen an der Stirn: Fasst sich eine Person während eines Gespräches häufig an die Stirnpartie, so kann bei ihm im geistig-intellektuellen Bereich ein Problem vorliegen. Vielleicht denkt er oder sie intensiv über das Gesagte nach.
  • Berührungen an Wange oder Nase deuten auf Probleme im emotionalen Bereich hin. Die Person fühlt eventuell gerade etwas Bestimmtes, das sie beschäftigt.
  • Berührungen an Kinn oder Mund: Fasst sich jemand während des Gespräches immer an diese Bereiche, so möchte die jeweilige Person eventuell aktiv werden und denkt im Kopf bereits den nächsten Schritt durch.

Berührungen können natürlich auch zufällig stattfinden, wenn die Nase beispielsweise einmal juckt. Damit von einem wirklichen Zusammenhang gesprochen werden kann, müssen Sie die entsprechenden Berührungen deshalb häufig bei Ihrem Gegenüber bemerken.

In der Regel entscheiden Menschen innerhalb von drei Sekunden, wie sie ihr Gegenüber einordnen. Dabei spielen auch die Tonlage, die jeweilige Gestik und Mimik, sowie die Körperhaltung eine Rolle. Steht eine Person aufrecht, spricht sie laut, lächelt und gestikuliert sie, wenn sie etwas erklärt? Dann wirkt sie höchstwahrscheinlich sympathisch, aktiv und selbstbewusst.

Was macht die Menschenkenntnis aus?

Sicherlich haben Sie sich schon einmal gefragt, woher es kommt, dass manche Menschen andere besser einschätzen können. Das kann verschiedene Gründe haben. Menschenkenntnis besteht zu einem Großteil aus der persönlichen Erfahrung. Je mehr man mit Menschen zu tun hat, desto mehr lernt man gewisse Muster zwischen der Körpersprache und dem jeweiligen Verhalten kennen und damit umzugehen.

Woher kommt es nun aber, dass dies manchen Personen besser gelingt als anderen? Um jemanden einschätzen zu können, müssen Sie in erster Linie sich selbst kennen. Dabei verfügt jeder Mensch auch über einige Bereiche, in denen es zu Problemen kommen kann, weil die Objektivität nicht mehr gewahrt wird. Wenn Ihnen Designerkleidung besonders wichtig ist, so werden Sie bei einer entsprechend gekleideten Person vom Outfit geblendet und können den Rest nicht mehr neutral einordnen und die Person somit nicht optimal einschätzen.

Entscheidend bei der Einschätzung anderer Menschen ist außerdem die emotionale Intelligenz. Je taktvoller, menschlicher, kommunikativer und mitfühlender eine Person ist, desto eher kann sie sich in andere hineinversetzen und diese entsprechend einschätzen. Auch Empathie spielt deshalb eine wichtige Rolle, wenn es um Menschenkenntnis geht.

Vorsicht beim ersten Eindruck!

Mit dem Einschätzen von Menschen verhält es sich wie mit dem Erlernen von anderen komplexen Sachverhalten. Am Anfang ist es meist noch schwer und nach einiger Zeit verschwinden die Fragezeichen nach und nach. Je mehr Erfahrung man also hat, desto schneller kann ein Gegenüber richtig eingeschätzt werden. Achten Sie aber möglichst darauf, nicht nach dem ersten Eindruck zu urteilen. Gerade beim ersten Treffen verhalten sich viele Personen aufgrund von Unsicherheit oder Nervosität anders. Außerdem können die entsprechende Kleidung oder das Verhalten anfangs blenden und den Charakter überdecken. Lernen Sie eine Person deshalb erst besser kennen, bevor Sie sich ein Urteil bilden.

Checkliste für die richtige Menschenkenntnis:

  1. Lassen Sie den ersten Eindruck nicht entscheiden
  2. Achten Sie auf Gestik, Mimik und Tonfall
  3. Achten Sie auf die Körpersprache
  4. Vertrauen Sie Ihrem Gefühl

Die richtige Menschenkenntnis kann Ihnen das Flirten erleichtern

Wie bereits erwähnt, ist es für eine optimale Menschenkenntnis besonders wichtig, dass Sie sich selbst kennen. Ist dies der Fall, so wissen Sie auch über Ihre eigenen Fehler oder Schwierigkeiten Bescheid und können bei einem Date darauf achten. Wenn Sie recht schüchtern sind, sollten Sie auf eine aufrechte Körperhaltung, eine feste Stimme und ein freundliches Lächeln setzen. So wirken Sie gleich etwas selbstbewusster auf Ihr Gegenüber und machen einen positiven Eindruck.

Auch bei Ihrem Date-Partner können Sie auf die entsprechenden Signale achten. Ein fester Händedruck bei der Begrüßung ist meist ein gutes Zeichen und lässt auf Selbstsicherheit schließen. Schauen Sie außerdem, ob Ihr Gesprächspartner verkrampft da sitzt und achten Sie darauf, wie laut seine Stimme ist. Je nachdem, welche Themen Sie ansprechen, sollten Sie die Reaktion genau beobachten. Anhand der veränderten Körperhaltung, Gestik oder Mimik können Sie dann schnell ablesen, wie sich Ihr Gegenüber fühlt. Das gibt Ihnen die Möglichkeit im Gespräch individuell auf die jeweilige Person einzugehen und  beim Flirten noch mehr Erfolg zu haben.

Vorsicht vor Manipulation!

Menschenkenntnis ist in erster Linie positiv. Beherrscht man die Fähigkeit andere zu durchschauen gut, kann man sie allerdings auch besonders leicht manipulieren. Betroffen sind häufig Personen, die sich nach Anerkennung sehnen.

Hat jemand böse Absichten, so kann er sie mit den passenden Komplimenten dazu bringen Dinge zu tun, die die Person vielleicht nicht tun will. So verhält es sich beispielsweise mit den Geldspenden beim Romance Scamming. Kennen Sie also Ihre Schwächen und lassen Sie sich nicht manipulieren!

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