Archiv für den Monat: August 2017

Evangelische Singles kennenlernen: Partnersuche für Christen

Evangelische SinglesMan möchte meinen, es wäre einfacher. Aber evangelische Singles zu finden, die ebenfalls auf der Suche nach einer festen Partnerschaft sind, das ist alles andere als leicht. Denn beim klassischen Dating dauert es oft etwas, bis man die Frage der Religionszugehörigkeit stellen kann.

Im Alltag sind Christen gar nicht so schnell von allen anderen netten Kontakten zu unterscheiden – was es letztlich schwerer machen kann, sich später mit der Anders- oder Nichtgläubigkeit des Partners zu arrangieren. Da ist es klüger, von Anfang an nach evangelischen Christen zu suchen.

Denn so teilt man sich von Beginn an die gleiche Wertebasis und den Glauben an Gott und seinen Sohn. In der ersten Verliebtheit mit einem Andersgläubigen kommt die Bedeutung hinter dieser grundsätzlichen Wertebasis oft gar nicht so sehr heraus. Erst mit Eintritt in die späteren Beziehungsphasen eröffnen sich durch unterschiedliche Glaubensgrundsätze echte Konfliktherde. In manchen Beziehungen ist das kein Trennungsgrund, die Beziehung wächst und gedeiht am gemeinsamen Austausch über solch elementare Fragen wie den Glauben an Gott und seine Bedeutung für die Menschheit.

Aber, auch das kommt vor: Manchmal trennt sich ein Paar, weil sich die Kompromissbereitschaft irgendwann erschöpft. Es klingt simpel, aber schon die Vorstellung des wöchentlichen Gottesdienstes kann für den nicht gläubigen Partner zu einem negativ besetzten Dauerthema werden. So zieht es seine Kreise und belastet die Beziehung, die letztlich nicht das erbringt, was sich beide Partner erhofft haben.

Diese Enttäuschung über gescheiterte Versuche ist teilweise hinderlich für neue Kontaktversuche und damit genau wie in nicht-religiösen Partnerschaften gelagert: Man will nicht (erneut) verletzt werden, mag keine weiteren Enttäuschungen erleben und auch ab einem gewissen Alter keine Zeit mehr mit unpassenden Kandidaten vergeuden. Spätestens mit Mitte 30 ist es für Christinnen langsam drängend, vor allem wenn der Wunsch nach eigenen Kindern im Raum steht.

Was praktizierenden Christen in der Beziehung wichtig ist

Christ beim GebetTheologen definieren unter anderem den expliziten Glauben an Jesus Christus als einen der Werte, die christliche Paare teilen sollten. Darüber hinaus ist es auch oft erwünscht und erhofft, dass sich mit dem Traummann oder der Traumfrau gemeinsam beten lässt – oder ein Austausch über Glaubensfragen stattfinden kann. Das bietet einen guten Rahmen, um zum Anfang miteinander ins Gespräch zu kommen. Über die verschiedenen Glaubenshaltungen entscheidet sich recht schnell, ob man langfristig wirklich gut zueinander passt – und den Partner fürs Leben gefunden hat.

Praktizierende Christen nutzen auch die intensive Beteiligung in der Gemeindearbeit und der regelmäßige Besuch des Gottesdienstes als Kriterium an den künftigen Partner. Aus gutem Grund: Denn wer gemeinsam die Gemeindearbeit als wertvoll und wichtig empfindet, wird deshalb wohl kaum im Streit aneinandergeraten. Ähnlich sieht es mit dem Gottesdienst aus. Wer gemeinsam und mit Freude im Herzen daran teilnimmt, wird sich kaum über das frühe Aufstehen und den blockierten Sonntagvormittag beschweren.

Ganz konkret erwarten Christen beim zukünftigen Partner:

  • den Glauben an Gott und Jesus Christus
  • Treue und die Heiligkeit der christlich geschlossenen Ehe
  • den Austausch zu religiösen Themen

Manchmal wünschen sich Singles zusätzlich auch einen Partner mit Kind – oder explizit einen kinderlosen Partner, mit dem oder der man dann gemeinsam die Elternschaft entdeckt.

Die christliche Basis ist dabei das Fundament, auf das die Beziehung gestellt wird.

Die Ehe spielt dabei eine fundamentale Rolle. Schließlich spiegelt sie in gewisser Weise die Beziehung zwischen Gott und den Menschen wider: Tiefgründig, dauerhaft und auf Liebe und Ehrlichkeit sollte sie begründet sein. Die Bibel nutzt den Vergleich von Jesus Christus als Bräutigam und der christlichen Gemeinde als seiner Braut. Das eine kann nicht ohne das andere, erst zusammen sind sie vollständig.

Partnersuche für Evangelische Singles – online und offline

Christlicher Single beim Online DatingLange Zeit ergaben sich Partnerschaften durch die direkte räumliche Nähe, durch gemeinsame Aktivitäten im Rahmen der Gemeindearbeit, durch Vermittlung von Familien und Freunden. Man kannte sich zumindest vom sehen, irgendjemand knüpfte den ersten Kontakt – und die Basis für eine spätere Beziehung war gelegt.

Heute ist das nicht mehr so einfach. Die evangelischen Gemeinden schrumpfen, obwohl die Bevölkerungszahlen in Österreich langsam, aber stetig zunehmen. Von 1951 bis heute hat sich der Prozentsatz der evangelischen Kirchangehörigen auf weniger als vier Prozent von der Gesamtbevölkerung reduziert.

Allgemein hat die Auslebung seines Glaubens im deutschsprachigen Raum nicht denselben Stellenwert, wie beispielsweise in den östlichen Nachbarländern. Das macht es schwierig, mal eben beim nächsten Kirchenfest den absoluten Traumpartner kennenzulernen.

 

Zum Glück gibt es mittlerweile einige Alternativen, beispielsweise:

  • überregional und regional abgehaltene Single-Treffen, organisiert von kirchlichen Trägern
  • christliche Konzerte & Tagungen
  • spezielle Partnerbörsen ausschließlich für Christen
  • allgemeine Partnerbörsen mit Themen- und Sucheingrenzungen, die christliche Partner auffindbar machen

Pfarrer und Gemeindemitarbeiter engagieren sich ehrenamtlich und aus vollem Herzen in der Vermittlung von christlichen Singles. In einigen Gemeinden wird deshalb regelmäßig zum „christlichen Speed-Dating“ ausgerufen. Einzige Vorgabe: Nur christliche Singles mit dem Wunsch nach einem dauerhaften Partner dürfen teilnehmen.

Auch Konzerte und Konferenzen zu christlichen Themen bieten viele Kontaktmöglichkeiten unter Gleichgesinnten. Die Glaubensfrage steht hier erst gar nicht im Raum, denn am evangelischen Kirchentag nimmt meist nur jemand teil, der sich aus vollem Herzen mit den dahinterliegenden Werten identifizieren kann.

Auch Online-Partnerbörsen bieten die Möglichkeit, die Religionszugehörigkeit beziehungsweise Werte wie Treue, der Wunsch nach einer festen Bindung und den Glauben an Gott als Anforderungen einzutragen. Durch den Online-Kontakt lässt sich auch tiefer forschen, inwieweit der oder die Ausgewählte als Christin im Alltag lebt, welche Bedeutung die Ehe und langfristige Partnerschaften haben.

Foren und christliche Netzwerke für gemeinsame Aktivitäten sind ebenfalls ein guter Anlaufpunkt. Auf einer rein freundschaftlichen Basis lässt sich so beispielsweise nach einem Umzug Anschluss an eine christlich geprägte Community finden. Daraus können sich sowohl Freundschaften als auch die Liebe des Lebens ergeben.

Sich verlieben ohne Druck – wenn die Partnersuche zunächst unerfüllt bleibt

Die Partnersuche ist spätestens ab Mitte 30 eine logische, aber eher rationale Entscheidung. Wer sich davon lösen kann, wird unter Umständen ganz unverkrampft und ohne Druck von seinem Traumpartner gefunden. Denn getragen wird die christliche Partnerschaft von dem Gedanken, dass sich für jeden der oder die eine passende Person finden wird.

Diese Gewissheit haben Singles ohne starkes Glaubensfundament oft nicht. Sie tun sich mit dem geduldigen Warten oft viel schwerer und arbeiten ganz konkret auf eine Partnerschaft hin, wie an einem Projekt mit Deadline. Dass Liebe aber nun mal in der Form nicht funktioniert, ist dann oft eine schmerzliche Erfahrung.