Archiv für den Monat: April 2017

Misstrauen in der Partnerschaft

Vertrauen und MisstrauenMisstrauen ist Gift für jede Partnerschaft, denn wer seinem Partner immer wieder böse Absichten unterstellt, sorgt mit Garantie für eine tiefe Beziehungskrise. Die Basis einer Beziehung ist das gegenseitige Vertrauen.

Chronisches Misstrauen wirkt wie eine selbsterfüllende Prophezeiung: Eines Tages beendet der Partner die Beziehung und das Misstrauen scheint bestätigt zu werden.

Misstrauen in der Partnerschaft: Beziehungskrise vorprogrammiert

Chronisches Misstrauen führt fast immer zur Beziehungskrise, die nicht selten mit der Trennung endet. Dabei tut Misstrauen weder  den Betroffenen noch den Partnern gut, denn fehlendes Vertrauen bringt viele schmerzhafte Emotionen mit sich. Jeder Mensch möchte vertrauensvoll sein und Vertrauen seiner Mitmenschen erhalten. Misstrauische Menschen fühlen sich mit den damit verbundenen Emotionen nicht wohl, denn sie gehen davon aus, dass sie wieder enttäuscht, gekränkt und verletzt werden. Weil die vergangenen Erfahrungen  schmerzvoll waren, konnte sich erst Misstrauen entwickeln. Um solche Erlebnisse zu verhindern, wird der Partner kontrolliert und mit Vorurteilen behaftet. Vor allem die Kontrolle führt den Partner letztlich in ein Lügenkonstrukt, damit er sich wenigstens teilweise selbstbestimmt bewegen kann.

Kommen diese Lügen zum Vorschein, hat sich die Überzeugung des misstrauischen Partners bewahrheitet: Er hatte scheinbar doch Recht damit, misstrauisch zu sein und mit Vertrauen vorsichtig umzugehen.

Für beide Parteien ist ein Leben mit Misstrauen mit viel Schmerz verbunden, denn die Liebe kann dadurch nicht erhalten bleiben. Der Partner, der ständig misstrauisch beäugt wird, kann es alleine nicht schaffen, eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen.

Misstrauen statt Vertrauen – Ursachen und Symptome

Misstrauischer Partner spioniert seiner Freundin nachWer nur schwer vertrauen kann und bereits chronisch misstrauisch ist, wird sich in der Regel selbst schützen wollen. Misstrauen entsteht oftmals durch negative Erfahrungen in der Vergangenheit. Geschah dies häufiger, wird eine Art Schutzmantel angezogen, der aus Misstrauen besteht, denn scheinbar führt Vertrauen zu Enttäuschung – so die innere Überzeugung.

Meistens haben diese Enttäuschungen aber auch mit den eigenen Erwartungen an den Partner zu tun. Es bestanden feste Vorstellungen von einem Partner und wurden diese meist unausgesprochenen Erwartungen nicht erfüllt, machte Enttäuschung den Liebesgefühlen Platz. Es wird sich also nicht in einen Menschen mit seiner individuellen Persönlichkeit verliebt, sondern es wird sich in eine imaginäre Person verliebt: Die oder der Auserwählte soll dann den Vorstellungen dieser Person entsprechen.

Chronisches Misstrauen kann sich ebenso durch Erfahrungen entwickeln, in denen miterlebt oder beobachtet wurde, wie das Vertrauen von Mitmenschen ausgenutzt wurde. Diese Erfahrung muss man nicht am eigenen Leib gespürt haben. Es kann sein, dass man als Kind mitbekommen hat, wie seine Mutter oder sein Vater vom Partner betrogen und hintergangen wurde.

Eine andere Ursache für Misstrauen ist das unbewusste Übernehmen einer Meinung. War zum Beispiel die Mutter gegenüber ihrem Mann (oder ihren Partnern) misstrauisch, weil sie bereits Untreue erlebt hatte, können sich bei der Tochter misstrauische Gefühle bemerkbar machen, sobald sie sich verliebt. Dann werden die rosaroten Wolken von Gedanken zerstört: „Meint er es wirklich ernst oder spielt er mir etwas vor?“; „Liebt er mich tatsächlich oder bin ich nur Lückenfüller für seine Ex?“.

Der misstrauische Mensch sucht förmlich nach Beweisen für sein Misstrauen – und wird selbstverständlich fündig. Der Partner braucht nur ein „falsches“ Wort zu sagen, eine andere Person herzlich begrüßen oder zu spät zur Verabredung zu kommen – schon wird ihm etwas unterstellt, welches das Misstrauen bestätigt.

Anzeichen für chronisches Misstrauen

Um selbst überprüfen zu können, ob das eigene Misstrauen bereits chronisch geworden ist, sind hier ein paar Anzeichen aufgeführt, die als Begleitsymptome deklariert werden können:

  • Man macht sich ständig Sorgen
  • Der Partner /die Partnerin wird genau beobachtet, wobei eine gewisse Angst zu spüren ist, dass sich das Misstrauen bestätigen könnte
  • Chronisch misstrauische Menschen befinden sich häufig in einer Art Alarmbereitschaft
  • Man hat das Gefühl, das Leben sei eine einzige, große Gefahr – denn Gefahren scheinen überall zu lauern
  • Innerlich lehnt man andere Menschen – und ebenso den eigenen Partner /die eigene Partnerin ab
  • Man führt innere Selbstgespräche und wägt immer wieder ab, ob man vertrauen kann oder nicht
  • Aus Angst vor Enttäuschung oder Verletzung wird man von Unsicherheit und Unwohlsein begleitet

Körperliche Begleiterscheinungen sind oftmals angespannte Muskeln, Herzrasen und hoher Blutdruck. Viele Betroffene fühlen sich zudem innerlich unruhig und nervös.

Ist Misstrauen generell schlecht?

kronisches MisstrauenMisstrauen ist nicht grundsätzlich etwas Schlechtes, aber: Chronisches Misstrauen ist genauso ein Extrem wie generell blind zu vertrauen. Ein gesundes Maß an Misstrauen ist also durchaus nützlich, denn dieses Gefühl warnt uns, wenn etwas nicht stimmt und wir besser genauer hinschauen oder hinhören sollten. Eine gesunde Skepsis schützt vor Situationen und Menschen, die gefährlich oder zumindest schädigend sein können.

Ein Beispiel sind Menschen, die nicht authentisch sind; bei denen die Worte nicht mit der Körpersprache übereinstimmen. Im Gespräch mit diesen Menschen stellt sich manchmal ein skeptisches Gefühl ein – und dieses Gefühl kann berechtigt und wichtig sein. Diese Warnfunktion kann somit vor Heiratsschwindlern, Verkäufern bedenklicher Produkte oder Dienstleistungen, Gewinnversprechen u.ä. schützen.

Misstrauen ist also nicht generell schlecht – chronisch misstrauisch zu sein wirkt jedoch zerstörerisch und das sowohl auf die eigene Persönlichkeit als auch auf die Partnerschaft.

Wie können Betroffene krankhaftes Misstrauen überwinden?

Aufgrund der Erfahrungen, die zu Misstrauen führten, haben in der Regel das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen gelitten. Betroffenen ist es meistens nicht bewusst, dass sie sich selbst nicht vertrauen können (ihren Gefühlen nicht trauen können) und ihre eigene Persönlichkeit nicht schätzen können.

Wenn aber Eifersucht und Misstrauen zum beinahe Dauerzustand werden, ist auch das Gefühl anwesend, andere Frauen oder Männer seien wertvoller, liebenswerter, besser…usw.

Wer lieben möchte, muss als erstes sich selbst lieben lernen – wer vertrauen möchte, muss als erstes sich selbst vertrauen lernen.

Nun kann aber dieses Misstrauen nicht von heute auf  morgen weggeschoben werden. Deshalb ist der erste Schritt in Richtung Vertrauen: Akzeptanz! Zunächst darf das Misstrauen akzeptiert werden. Manchen Betroffenen hilft es, dem Misstrauen gedanklich eine Gestalt zu geben – und diese Gestalt darf da sein. Sie darf als Begleiter durch den Alltag anwesend sein, denn schließlich gibt es Gründe, warum sie sich überhaupt erst entwickeln konnte.

Im nächsten Schritt sollten die Ursachen für das Misstrauen an die Oberfläche geholt werden. Dabei ist es empfehlenswert, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Affirmationen und Selbstkontrolle

SelbstkontrolleAffirmationen sind positiv formulierte Sätze die dabei helfen können, das Unterbewusstsein mit neuen Überzeugungen zu füttern. Das Unterbewusstsein steuert die Gedanken und Gefühle und zwar aufgrund der tiefen Überzeugungen.

Chronisch misstrauische Menschen sind davon überzeugt, keinem Menschen vertrauen zu können. Deshalb treten Gedanken auf wie „Ich kann ihr/ ihm nicht vertrauen!“ oder: „Er/ Sie will nur mein Geld; will mich betrügen; liebt in Wirklichkeit jemand anderen…!“.

Eine Affirmation könnte also lauten: „Ich vertraue ihr/ ihm voll und ganz!“ Diesen Satz sagt man sich mehrmals täglich vor – leise in Gedanken oder laut vor dem Spiegel. Zu Beginn erscheint es einem wie Selbstbetrug, sobald diese Affirmation gedacht oder ausgesprochen wird. Doch im Laufe der Zeit verändert sich etwas: Der Glaube an diesen Satz wird stärker und stärker  und dadurch verändern sich auch die Gefühle.

Ein anderer wichtiger Aspekt beim Aufbauen von Vertrauen ist die Selbstkontrolle: Statt den Partner/ die Partnerin auszufragen und zu kontrollieren sorgt man dafür, genau das nicht zu tun. Auch das wird anfangs schwer sein, denn die Kontrolle ist zur Gewohnheit geworden. Selbstkontrolle – oder Selbstbeherrschung – wird beispielsweise schwierig sein, wenn das Handy des Partners vor einem auf dem Tisch liegt und nur ein Griff notwendig wäre, um Mails und Nachrichten durchzulesen.

Doch: Alles, was wiederholt wird, entwickelt sich zur Gewohnheit. Somit wird es zunehmend einfacher, die Kontrolle loszulassen.

Was tun, wenn der Partner misstrauisch ist?

Partner eines chronisch  misstrauischen Menschen machen häufig einen gravierenden Fehler: Sie fühlen sich für die Eifersucht /für das Misstrauen verantwortlich – zumindest zum Teil. Besonders am Anfang einer Beziehung versuchen sie ihren Partner davon zu überzeugen, dass er vertrauen kann und keine Angst vor Enttäuschungen oder Verletzungen haben muss.

Diese Versuche sind jedoch zum Scheitern verurteilt, denn natürlich möchte man seinen Partner nicht mit Absicht enttäuschen oder verletzen – und trotzdem kommt es in jeder Partnerschaft vor. Paare sind nicht immer einer Meinung und tun oder sagen manchmal etwas, das beim anderen negative Emotionen auslöst.

Zum anderen sucht ein chronisch misstrauischer Mensch unbewusst nach Bestätigungen seiner Skepsis: Worte, Blicke, Gesten und Taten werden so gedeutet, dass sie als Beweis für einen Vertrauensbruch angeführt werden können.

Was kann man also tun, wenn der Partner kein Vertrauen aufbauen kann? Hier hilft nur dem Partner deutlich zu machen, dass die Verantwortung für das Misstrauen oder die Eifersucht bei ihm liegt. Das heißt: Der misstrauische Mensch muss bereit sein, gegen diese Gefühle und Gedanken anzugehen, sie zu verändern und Vertrauen aufzubauen. Als Partner kann man motivierend zur Seite stehen und dazu raten, professionelle Hilfe eines Psychotherapeuten oder eines Coachs anzunehmen. Ohne diese Hilfe ist es kaum zu schaffen, wenn die Ursache für das Misstrauen tief im Unterbewusstsein verankert ist.

In jeder Partnerschaft sollte über eigene Gefühle und Erlebnisse geredet werden können. Miteinander reden muss oftmals geübt werden – auch in diesem Bereich kann ein Paartherapeut unterstützend wirken. Beide Parteien sollten offen über ihre Gefühle, Befürchtungen und Bedürfnisse sprechen lernen – und somit auch die Emotionen ansprechen können, die mit dem Misstrauen und der Eifersucht zusammenhängen.

Männer verstehen: Eine Anleitung für Frauen

lächelnder MannFrauen würden ja gerne echte Männerversteherinnen sein, doch häufig sind Männer für sie fast unbekannte Wesen. Einige Verhaltensweisen sind für Frauen kaum nachvollziehbar.

Auch die unterschiedliche Kommunikation von Mann und Frau führen nicht selten zu Missverständnissen und Streit.

Wie ticken Männer und wovor haben sie Angst? Was finden Männer sexy und was lässt sie eher vor Beziehungen flüchten?

Männerbild heute: Typisch männlich ist out?

Viele Probleme in der Beziehung – und schon beim ersten Date – haben mit dem veränderten Männerbild zu tun. Was ist denn typisch männlich und darf Mann seine männliche Seite zeigen? Im Zuge der Emanzipation haben sich die Geschlechter zwar aufeinander zu bewegt, aber Männer stehen mit sich selbst oftmals in Konflikt. Sie sollen die Frauenversteher sein, Gefühle zeigen und auch mal weinen. Männer sollen ihre Partnerin darin unterstützen, dass sie ihren Mann stehen kann und später auch Karriere und Familie unter einen Hut bringen kann. Frauen möchten ihre Weiblichkeit leben und gleichzeitig ein Stück der Männerwelt erobern. Aber: Frauen erwarten von ihren Männern, dass diese zwar ihre weibliche Seite zum Vorschein bringen, doch sie sollen ihre typisch männlichen Verhaltens- und Denkweisen ad acta legen. Genau das funktioniert aber weder gut noch langfristig.

Emanzipation ist gut und dennoch gibt es Unterschiede zwischen Mann und Frau. Gleichberechtigt zu sein bedeutet ja nicht, dass es keine geschlechtlichen Unterschiede mehr gibt.

Männer reden anders

Mann redetWenn Frauen sich mit anderen Frauen treffen, möchten sie möglichst viel reden und dabei ihre Probleme ansprechen und durchsprechen. Treffen Männer sich mit anderen Männern, dann drehen die Gespräche sich eher um Job, Autos, Fußball oder andere weniger emotionale Themen. Während Männer gut und auch gerne schweigen können, möchten Frauen lieber reden.

Männer drücken sich in der Regel klar und deutlich aus und senden selten indirekte Botschaften. Sagt er beispielsweise: „Wir haben kein Brot mehr“, dann ist das lediglich als Information gedacht. Die Frau versteht aber: „Du hättest beim Einkauf daran denken müssen, Brot mitzubringen“.

Trotz Emanzipation möchten Männer nur ungerne über Gefühle reden. Haben sie Probleme, machen sie das lieber mit sich selbst aus – oder verdrängen die Probleme. Werden sie nun von ihrer Partnerin dazu gedrängt, Gefühle und Ängste auszusprechen, hat das meistens zur Folge, dass der Mann schweigt und sich verschließt. Männer möchten keine Schwächen zeigen  und kommunizieren größtenteils informativ und sachbezogen.

Dieser Druck wird alleine schon durch eine simple Frage ausgeübt: „Was denkst du gerade?“ Diese Frage ist häufig die Zündschnur für einen Konflikt. Antwortet er mit „Nichts“, interpretiert sie in ein „Nichts“ alles Mögliche hinein. Liebt er mich nicht mehr? Was will er mir nicht sagen? Hat er vielleicht eine andere?

Würde eine Frau mit einem „Nichts“ auf diese Frage antworten, würde er gar nicht weiter darüber nachdenken. Nichts heißt nichts – für den Mann gibt es da nichts hinein zu interpretieren. Er nimmt die Antwort so an wie sie ist. Männern geht es auch nicht darum, mittels Gesprächen auf emotionaler Ebene die Beziehung zu festigen. Männer schweigen gerne und fühlen sich damit nicht unwohl. Auch  möchten sie nicht jedes kleinste Problem ausdiskutieren, weil für sie viele Dinge gar kein Problem darstellen. Zudem haben Männer Ängste, die sie für sich behalten möchten, weil für Männer Ängste gleichbedeutend mit Schwächen sind.

Wovor haben Männer Angst?

wovor haben männer angst

Das starke Geschlecht möchte stets als mutig und als Held dastehen. Scheinbar kennen Männer keine Ängste, denn warum sonst mögen sie den Nervenkitzel bei schnellen Fahrten mit dem Auto oder Motorrad oder waghalsigen Sportarten.

In Wirklichkeit haben aber auch Männer mit Ängsten zu kämpfen, die sie sich aber nicht anmerken lassen wollen und lieber überspielen:

  • Versagensangst
  • Angst vor Blamage
  • Verlustangst
  • Angst, nicht mehr attraktiv genug zu sein
  • Angst vor Einengung

Angst zu versagen

Die meisten Männer möchten dem typischen Männerbild entsprechen und das ist mit Karriere und Erfolg verbunden. So definieren sie sich über ihre Arbeit und dem damit verbundenen Gehalt. Männer haben Angst arbeitslos zu werden, im Beruf zu versagen und zu wenig Geld zu verdienen. Sie haben auch Angst, ihrer Partnerin nicht genügend bieten zu können und diese Angst wird noch verstärkt, wenn die Partnerin immer wieder enttäuscht Vergleiche zieht: „Die Müllers machen diesen Sommer wieder einen Cluburlaub auf den Malediven – das würde ich mir auch gerne mal leisten können!“.

Angst, im Bett zu versagen

Die Versagensangst bezieht sich aber auch auf die Sexualität. Auch im Bett möchte er ein ganzer Kerl sein und seine Frau befriedigen können. Deshalb ist die Angst vor Impotenz auch groß. Über die sexuelle Vergangenheit der Partnerin  möchten Männer am liebsten nichts wissen, weil sich dann immer mal wieder die Befürchtung in seine Gedanken drängt, sie könne den Sex mit dem Ex befriedigender empfunden haben.

Angst vor Blamage

Vor  anderen Menschen und vor allem vor seinen Freunden möchte er als ganzer Kerl auftreten. Es ist ihm peinlich, wenn er dann von seiner Partnerin mit Kosenamen angesprochen wird – auch wenn er zuhause gerne als Kuschelbär oder Schatzipupsi betitelt wird.

Verlustangst

Ein Mann, der seine Frau liebt, hat auch gleichzeitig mit Verlustangst zu kämpfen. So kann ihn ein kleiner und unbedeutender Flirt eifersüchtig werden lassen. Die Verlustangst wird umso größer, wenn er mit seinem Aussehen unzufrieden ist. Taucht dann ein Mann auf, der dem männlichen Ideal entspricht, kann seine Eifersucht entfacht werden, wenn seine Frau sich mit ihm versteht und sich vielleicht einfach nur gut mit diesem scheinbaren Konkurrenten gut unterhält.

Angst, nicht attraktiv genug zu sein

Ein Mann möchte dem äußeren Männerbild entsprechen und dabei kommt es auf die Körpergröße, auf Muskeln, das Sixpack und volles Haar an. Zeigen sich die ersten Geheimratsecken, wölbt der Bauch sich nach vorne oder entspricht seine Körpergröße nicht dem Ideal, können sich Komplexe breitmachen. Diese Angst versuchen Männer oftmals zu kompensieren, indem sie anfangen Sport zu treiben oder sich mit Statussymbolen zu schmücken.

Angst vor Freiheitsverlust

Männer möchten ein Stück Freiheit behalten und haben Angst, dass sie in einer Partnerschaft zu wenig Freiraum bekommen. So gerne sie auch mit ihrer Partnerin zusammen sind und so glücklich die Beziehung auch  sein mag, möchten Männer ebenso die Möglichkeit haben, Zeit mit Freunden zu verbringen – ohne Anwesenheit der Partnerin. Von klammernden Frauen, die jede freie Minute mit ihrem Partner verbringen möchten, fühlen sich Männer meistens eingeengt.

Wie zeigen Männer ihre Liebe?

Männer nutzen die drei magischen Worte „Ich liebe dich“ eher sparsam und sprechen auch nicht offen über ihre Gefühle. Wie können Frauen erkennen, ob sie von ihrem Partner geliebt werden? Männer zeigen ihre Liebe nicht unbedingt mit Liebesbriefen, romantischem Candle-light-Dinner oder wortreichen Liebesschwüren. Sie drücken aber mit vielen kleinen Gesten ihre Liebe aus:

  • Männer merken sich, welche Schokolade oder welcher Wein seiner Liebsten am besten schmeckt und denkt beim Einkauf daran. Als Liebesbeweis bringt er ihr diese Dinge mit.
  • Männer nehmen beim Spaziergang oder Stadtbummel die Hand ihrer Partnerin in ihre und drücken damit Zugehörigkeit und Liebe aus.
  • Vor dem Einschlafen breitet er seine Arme aus, weil er ihre Nähe spüren und sie im Arm halten möchte.
  • Auch im Alltag zeigt er mit Berührungen und Umarmen, dass er seine Partnerin liebt.
  • Er geht mit zum Konzert ihrer Lieblings-Musikband oder bummelt mit ihr über den Flohmarkt, wenn das Unternehmungen sind, die sie glücklich machen – auch wenn er selbst kein Fan dieser Freizeitaktivitäten ist.
  • Braucht sie mal Zeit für sich, lässt er ihr diesen Freiraum.

Männer möchten geliebt werden

Männer möchten geliebt werden und zwar mit all ihren Stärken und Schwächen. Männer haben nur selten das Verlangen, ihre Partnerin umzuerziehen. Sie können die kleinen Macken ihrer Frau viel besser akzeptieren – und oftmals sogar lieben – als es umgekehrt bei Frauen der Fall ist. Frauen neigen im Laufe der Partnerschaft dazu ihrem Mann vorschreiben zu wollen, was er tun und lassen soll. Sind die „Verbesserungswünsche“ zu viel und zu stark, fühlt der Mann sich ungeliebt.

Männer möchten ihre Partnerin zufrieden und glücklich machen. Ist die Frau unzufrieden, bezieht er das auf sich und fühlt sich für die Unzufriedenheit seiner Partnerin verantwortlich. Kommt noch häufige Nörgelei dazu, hat der Mann das Gefühl, er könne seiner Frau kein glückliches und zufriedenes Leben bieten. Dann verschließt er sich und widmet sich seinem Hobby oder verbringt mehr Zeit mit seinem Job oder mit seinen Freunden. Dort hat er das Gefühl so sein zu können wie er ist und respektiert und akzeptiert zu werden.

Wollen Männer wirklich nur Sex?

Männern ist Sex wichtig  und sie lieben Sexualität. Sie messen auch am Sex, wie gut oder schlecht die Beziehung läuft. Sex bedeutet für ihn auch, seiner Partnerin nahe zu sein. Möchte sie weniger Sex, fühlt er sich weniger begehrt und vermisst die Nähe. Für ihn stellt Sex einen Liebesbeweis dar – und eine Möglichkeit zur Konfliktlösung.

Tipp zum Schluss: Andersartigkeit schätzen lernen

Die Unterschiede zwischen Mann und Frau führen häufig zu Beziehungskonflikten. Männer zu verstehen fällt vielen Frauen schwer – und umgekehrt können auch Männer Verhaltens- und Denkweisen der Frauen oft nicht nachvollziehen. Wenn Frauen ehrlich zu sich selbst sind stellt sich jedoch heraus, dass das weibliche Geschlecht die männlichen Eigenschaften ihres Partners weniger wertschätzen kann als umgekehrt. Männer schätzen nämlich durchaus die weiblichen Attribute. Sie wissen, dass die emotionalen und sozialen Kompetenzen der Frauen auch dazu führen können, ein wohltuendes Zuhause genießen zu können.

Gleichberechtigung heißt auch, die Andersartigkeit des Partners schätzen zu lernen. Männer, die ihre männliche Seite leben dürfen und für ihr Verhalten und ihre Gedanken nicht verurteilt werden, fühlen  sich von ihrer Partnerin geliebt und werden ihre Liebe mit kleinen Gesten zur Geltung bringen. Außerdem können beide Geschlechter voneinander lernen – wenn sich beide für den anderen öffnen. Zum Beispiel tut es als Frau ganz gut zu erkennen, dass nicht jedes Problem stundenlang ausdiskutiert werden muss oder dass gemeinsames Schweigen auch entspannend wirken kann.