Archiv für den Monat: Juli 2015

Minderwertigkeitskomplexe behandeln

SelbstvertrauenWenn Sie sich nicht immer komplett selbstbewusst fühlen und es Ihnen etwas schwer fällt, bei der Partnersuche auf jemanden zuzugehen, dann geht es Ihnen wie vielen Ihrer Mitmenschen. Das Positive an diesem Problem ist, dass es sich mit etwas Geduld, Disziplin und einer positiven Grundeinstellung leicht bekämpfen lässt.

Wir möchten Ihnen in diesem Artikel erklären, wie Sie es schaffen können, dass Ihre Minderwertigkeitskomplexe schon bald der Vergangenheit angehören und Sie ein positiveres Selbstbild von sich gewinnen können. Damit gehen Sie nicht nur den Weg in ein glücklicheres und entspannteres Leben, sondern steuern auch geradewegs auf eine erfüllte Partnerschaft zu.

Was versteht man unter Minderwertigkeitskomplexen?

Um erklären zu können, wie Sie Ihr Selbstwertgefühl stärken können, sollte zuerst einmal geklärt werden, worum es sich bei Minderwertigkeitskomplexen genau handelt. Betroffene fühlen sich ständig unvollkommen. Sie haben stets den Eindruck den Erwartungen nicht genügen zu können, und unwichtig zu sein. In den schlimmsten Fällen führen diese Gefühle bis hin zu Depressionen oder sogar hin zum Wunsch nach einem Suizid.

Die Unsicherheit und das geringe Selbstbewusstsein der Personen kann sich auf sehr unterschiedliche Weise äußern. Frauen neigen meist zu depressiven Verstimmungen, während viele Männer sich hinter Alkoholproblemen, Aggressivität oder Statussymbolen verstecken. Nach außen hin wirken die Betroffenen auf den ersten Blick häufig arrogant und unnahbar.

Wie bei den meisten Erkrankungen, die die Psyche des Menschen betreffen, liegen die Ursachen für Minderwertigkeitskomplexe in der Regel in der Kindheit. Erfuhr das Kind zu wenig Lob, Fürsorge und Liebe und muss im Gegenzug häufig Kritik einstecken, so festigt sich das Gefühl, den Anforderungen nicht genügen zu können und nicht genug wert zu sein. Auch wenn Kinder zu sehr mit Lob und Liebe überschüttet werden, kann dies problematisch sein. Im späteren Leben können sie diese Menge an positiven Gefühlen nicht mehr so einfach erhalten und leiden darunter. Egal, welche Ursache das geringe Selbstwertgefühl hat, benötigen die Betroffenen dauernd Lob und tun sich schwer, sich mit Erfolgen zufrieden zu geben.

So verbessern Sie Ihr Selbstwertgefühl

Stärken und SchwächenWenn Sie Ihre Selbstakzeptanz verbessern möchten, gibt es dafür selbstverständlich kein Patentrezept. Das heißt, dass Sie selbst aus allen Methoden die herausfinden müssen, die am besten zu Ihnen passen. Wichtig dabei ist, dass Sie nicht aufgeben.

Vermutlich leiden Sie schon seit geraumer Zeit unter dem Gefühl der Unsicherheit. Geben Sie sich also Zeit, erwarten Sie nicht zu viel und setzen Sie sich nicht unter Druck. Dann können Sie schon bald kleinere oder größere Erfolge verzeichnen.

  1. Jeder Mensch hat Fehler und Schwächen

Nach außen mag es so wirken, als gäbe es die perfekten Menschen, die perfekte Familie und die perfekte Beziehung. Doch meist steckt mehr Schein als Sein dahinter. Versuchen Sie zu verstehen, dass jeder Mensch auch negative Seiten hat. Ecken und Kanten machen eine Person erst interessant und auch die Stars aus dem Fernsehen besitzen sie, auch wenn es nicht so scheint. Egal, was Sie an sich stört, nehmen Sie Ihre Macken an und stehen Sie zu Ihnen. Je weniger Sie versuchen, perfekt zu sein, desto wohler werden Sie sich in Ihrer Haut fühlen.

  1. Eigenlob stinkt nicht

Keiner erwartet von Ihnen, dass Sie jeden Tag mitten im Stadtzentrum Lobeshymnen auf sich selbst singen und komplett selbstverliebt durchs Leben geben. Allerdings sollten Sie sich auch für Ihre kleinsten Erfolge loben und belohnen. Stecken Sie sich kleine und realistische Ziele. Immer wenn sie ein Ziel erreichen, loben Sie sich dafür, in dem Sie beispielsweise ausgehen, einen Abend mit Freunden genießen oder in Ihrem Lieblingsrestaurant essen. Bestimmt haben auch Sie die eine oder andere Fähigkeit, die Sie nicht so gut beherrschen. Blenden Sie diese aus und legen Sie den Fokus auf das, was Sie gut können. Wieso sollten Sie sich darüber ärgern, schlecht in Mathematik zu sein, wenn Sie ein begabter Dolmetscher sind?

  1. Vergleichen Sie sich nicht mit anderen

Ihr Nachbar hat bereits eine Frau, drei Kinder und fährt einen Porsche? Lassen Sie sich davon nicht beeindrucken. Sie können niemals hinter die Fassade blicken und wissen, ob die jeweilige Person wirklich glücklich ist. Versuchen Sie Ihr Umfeld bis zu einem gewissen Grad auszublenden und sich auf sich selbst zu fokussieren. Ihr Weg ist ein anderer und das ist gut so. Wenn Sie das anerkennen, gelingt es Ihnen leichter, mit Ihrem Leben zufrieden zu sein und sich genau so anzunehmen, wie Sie sind.

  1. Suchen Sie sich ein positives Umfeld

Das Umfeld in dem Sie leben, prägt Sie maßgeblich. Deshalb ist es extrem wichtig, dass Sie sich mit Personen umgeben, die eine positive Einstellung haben. Ihr Selbstbild kann sich deutlich verbessern, wenn Sie ständig mit Menschen im Kontakt stehen, die sich nicht minderwertig fühlen, sondern an sich selbst und Ihre Pläne glauben. Falls es Ihnen schwer fällt, solche Personen zu finden, beginnen Sie Videos anzusehen und Blogs zu lesen, in denen Menschen erzählen, die Unsicherheit nicht kennen und versuchen Sie deren positive Gedanken in Ihren Alltag zu integrieren.

  1. Nehmen Sie das Leben nicht so ernst

Das Gefühl der Minderwertigkeit verleiht Ihrem Leben eine große Portion Ernsthaftigkeit. Versuchen Sie deshalb, das Leben etwas lockerer zu sehen. Es wird immer Menschen geben, die Sie kritisieren und nicht mögen und das ist auch gut so. Wenn einer Ihrer Pläne also nicht aufgeht, sollten Sie den Fehler nicht immer nur bei sich suchen und sich schlecht fühlen, sondern einfach nach vorne blicken.

  1. Nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch

Sie haben schon alles probiert und kommen einfach nicht gegen Ihren Komplex an? Dann sollten Sie darüber nachdenken, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. In einer Psychotherapie können die Ursachen Ihrer Probleme geklärt und Lösungen gefunden werden.

Wovon Sie die Finger lassen sollten

Auf der Suche nach der richtigen Methode gegen die störenden Minderwertigkeitskomplexe verirren sich viele Betroffene und schlagen einen wenig positiven Weg ein. Wir erklären Ihnen deshalb, welche Möglichkeiten Sie besser nicht ausprobieren sollten.

  1. Krankhaftes Streben nach Erfolg und Status

Wenn Sie gegen Ihr geringes Selbstwertgefühl ankämpfen möchten, ist es keine gute Idee, nur auf Erfolg und Status zu setzen. Zu Beginn mögen Job, Karriere, Haus und Auto die Bedürfnisse zwar befriedigen, doch dieses Glück besteht in der Regel nur temporär. In der Psychologie spricht man von einem Pseudo Selbstwertgefühl, das leicht wieder verloren gehen kann.

  1. Schönheits-Operationen

Möglicherweise leiden Sie unter einem Makel an Ihrem Körper, doch meist sitzt das Problem viel tiefer. Durch eine Schönheits-Operation werden die Probleme deshalb, wenn überhaupt, nur teilweise gelöst. Kümmern Sie sich erst um Ihre Seele und dann um Ihren Körper.

Das Selbstwertgefühl auf der Partnersuche stärken

Damit Sie leichter einen Partner finden können, ist ein starkes Selbstbewusstsein definitiv von Vorteil. Gleichzeitig kann Ihnen die Partnersuche aber auch helfen selbstbewusster zu werden.

  1. Blickkontakt und Lächeln

Versuchen Sie so oft wie möglich Blickkontakt mit Personen des anderen Geschlechts zu halten und fremde Personen anzulächeln. Je öfter Sie dies üben, desto leichter fällt es Ihnen und desto positiveres Feedback werden Sie erhalten.

  1. Werden Sie zum König des Smalltalks

Geben Sie sich einen Ruck und kommen Sie mit fremden Menschen ins Gespräch. Das kann im Aufzug, im Café oder im Supermarkt sein. Sie werden erstaunt sein, wie positiv die meisten Menschen auf einen netten Smalltalk reagieren und schon bald wesentlich sicherer auf andere zugehen können.

  1. Lernen Sie nein zu sagen

Die meisten Menschen, die unter Minderwertigkeitskomplexen leiden, haben große Angst, etwas falsch zu machen und trauen sich deshalb oft nicht, nein zu sagen. Üben Sie dies erst zu Hause und dann auch überall sonst. Lassen Sie sich nicht mehr zu Dingen zwingen, die Sie nicht möchten und sagen Sie, wenn Ihnen etwas nicht passt. Schnell wird Ihnen auffallen, wie viel glücklicher Sie sind, wenn Sie sich nicht ständig zu Aufgaben verpflichtet fühlen, zu denen Sie gerne nein gesagt hätten.

  1. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Durchbrechen Sie Ihre Grenzen und zwingen Sie sich ab und zu etwas zu tun, was Ihnen schwer fällt. Gehen Sie beispielsweise auf eine fremde Person zu und fragen Sie diese nach einem Date. Denken Sie immer daran: Sie haben nichts zu verlieren, sondern gewinnen nur neue Erfahrungen dazu!

Er meldet sich nicht

Sie haben sich kennengelernt, hatten mehrere Dates und sich verliebt. Einfach alles schien perfekt, bis zu dem Tag, an dem er sich einfach nicht mehr meldete. Haben Sie etwas falsch gemacht? Hat er plötzlich das Interesse verloren oder ist ihm etwas zugestoßen?

Sicherlich kennen Sie die Situation und die Gedanken, die Ihnen dann im Kopf herumspuken. Mit diesem Problem sind Sie nicht allein. Wir möchten Ihnen im nachfolgenden Artikel erklären, woran die plötzlich Funkstille liegen könnte und was Sie tun können, um Ihren Liebsten wieder für sich zu gewinnen.

Wieso interessiert Ihr Traummann sich für Sie?

MobiltelefonZuerst einmal sollten Sie sich die Frage stellen, auf welcher Basis Ihre Beziehung aus der Sicht des Mannes gründet. Möglicherweise findet er Sie besonders attraktiv oder mag Ihren Charakter. Allerdings kann es auch sein, dass er auf der Suche nach einer Challenge in seinem Leben ist oder einfach seine Freiheit genießen und seine Sexualität ausleben möchte.

Es kann schwer sein, zu erkennen, was Männer wirklich möchten, da viele von ihnen ausnehmend gute Schauspieler sind. Am besten fragen Sie Vertraute aus Ihrem Umfeld, wie diese Ihren neuen Schwarm einschätzen und ob man ihm wirklich vertrauen kann. Aus objektiver Sicht lässt sich so etwas oft etwas leichter beantworten.

Hinweise, dass er sich von Ihnen distanziert

  1. Vereinbarte Treffen werden abgesagt

Wenn Ihr Partner in der Kennenlernphase oder kurz danach beginnt, vereinbarte Treffen häufig abzusagen, sollten bei Ihnen die Alarmglocken läuten. Gerade in dieser Zeit ist die Bindung unter einander im Normalfall extrem eng und man möchte am liebsten alle Zeit zusammen verbringen.

  1. Er hat kaum mehr Zeit für Sie

Auch wenn Ihr Angebeteter plötzlich nur noch selten Zeit hat und ständig andere wichtige Termine oder Hobbies vorschiebt, ist das nicht unbedingt ein gutes Zeichen. Selbstverständlich muss er genügend Zeit für sich selbst bekommen. Ihre Liebe sollte dabei aber nicht zu kurz kommen.

  1. Die gemeinsame Zukunft ist immer seltener Thema bei Ihnen

Zusammen von einer gemeinsamen Zukunft zu träumen und diese bis ins kleinste Detail auszumalen zeigt, dass man sich das Leben auch noch in einigen Jahren an der Seite des Anderen vorstellen kann. Nehmen solche Gespräche ab, so kann der Mann sich eventuell keine zukunftsträchtige Beziehung mit Ihnen mehr vorstellen.

  1. Ihre Nachrichten werden immer erst nach langer Zeit beantwortet

Wenn eine Person wichtig ist, versucht man meist, E-Mails oder Textnachrichten so schnell wie möglich zu beantworten. Ist dies nicht der Fall, entsteht der Eindruck, dass der Kontakt nicht mehr ganz so wert geschätzt wird. Verwechseln Sie mangelnde Antworten aber nicht mit dem täglichen Alltagsstress im Büro. Während der Arbeitszeit hat kaum jemand Zeit für private Chats.

Gründe für den Kontaktabbruch

Wieso sich der Mann, den Sie kennengelernt haben, nicht mehr meldet, ist schwer zu beantworten. Dafür kann es zahlreiche verschiedene Gründe geben. Nun liegt es an Ihnen, herauszufinden, welcher der Gründe auf Ihren Angebeteten zutrifft.

  1. Bindungsangst

Viele Männer haben auch im fortgeschrittenen Alter große Probleme damit, sich für eine langfristige Bindung zu entscheiden. Sie wollen lieber ihre Freiheit genießen. Teilweise liegt der Grund für eine solche Bindungsangst in einer gescheiterten Beziehung und einer schmerzhaften Trennung begründet.

  1. Er ist vergeben

Ein weniger angenehmer Grund für den Kontaktabbruch könnte sein, dass der Mann sich noch in einer Beziehung befindet, die er nicht aufgeben will. Möglicherweise suchte er nach etwas Abwechslung, möchte sich aber nicht von seiner Partnerin trennen.

  1. Es passt einfach nicht

Möglicherweise passt es von seiner Seite aus gefühlstechnisch nicht und ihm ist klar geworden, dass seine Gefühle für eine Beziehung einfach nicht ausreichen. Sicherlich hätte er das offen und ehrlich zugeben können, traut sich vielleicht aber nicht.

  1. Er ist sauer oder beschäftigt

Die harmlosere Variante könnte sein, dass Ihr Geliebter aus irgendeinem Grund sauer auf Sie ist und erst einmal nicht mit Ihnen sprechen möchte. Eventuell hat er auch extrem viel in der Arbeit zu tun und hat im Moment keinen Kopf für eine Beziehung.

Er meldet sich nicht mehr: So handeln Sie jetzt richtig

junge Frau wartet auf AnrufLassen Sie die Zeit für sich arbeiten und warten Sie erst einmal ab. Melden Sie sich dann mit einer relativ neutralen Message, in der Sie fragen, wie es Ihm geht und durchblicken lassen, dass Sie selbst viel zu tun haben.

Bemühen Sie sich, ihm Zeit und Freiraum zu geben. Vielleicht braucht er einfach etwas länger. Wenn Sie ihn aber unter Druck setzen, wird er sicher die Flucht ergreifen.

Schaffen Sie etwas Distanz zwischen Ihnen und zeigen Sie ihm, dass Sie selbstständig und unabhängig sind. Versuchen Sie aber trotzdem, ihm zu zeigen, dass Sie durchaus an einem Treffen interessiert sind. Sonst könnte er glauben, dass Sie das Interesse an ihm verloren haben.

Ein offenes Gespräch kann Wunder wirken. Seien Sie geduldig und geben Sie nicht so schnell auf. Sie werden schnell sehen, ob es sich lohnt zu warten.

Dinge, die Sie jetzt unbedingt vermeiden sollten

  1. Ständige Anrufe und Nachrichten

Vermeiden Sie es unbedingt, ihn durch ständige Anrufe, Textnachrichten oder Mails davon zu überzeugen, die Funkstille zu durchbrechen. Dadurch treiben Sie ihn nur in die Enge, anstatt seine Rückzugsphase zu beenden.

  1. Häufige Komplimente und Gefühlserklärungen

Distanz ist nun das oberste Gebot. Überfordern Sie ihn nicht, in dem Sie ihm häufig Komplimente machen oder ihm Ihre Liebe gestehen. Dafür, dass er sich nicht gemeldet hat, gibt es einen Grund. Diesen können Sie durch ein solches Verhalten leider nicht ändern.

  1. Versuchen ihn umzustimmen

Liebe kann man nicht erzwingen. Falls er sich bereits entschieden haben sollte, ist es wichtig, dass Sie nicht versuchen, ihn zu überreden oder umzustimmen. Damit tun Sie sich selbst nur am meisten weh.

Wie es nun weiter geht

Ob aus Ihrer Beziehung noch einmal etwas werden kann, hängt davon ab, wie sich die Zukunft entwickelt. Reagiert Ihr Liebster offen auf die Kontaktaufnahme und kommt es sogar zu einer Verabredung, so stehen die Chancen gut.

Hält sein Rückzug an und ändert sich sein Verhalten nicht, so ist die Situation fest gefahren und für Ihre Liebe besteht vermutlich nicht allzu viel Hoffnung. Verfallen Sie nicht gleich in Liebeskummer, sondern versuchen Sie nach einigen Wochen der Wartezeit nochmals, ihn zur Kontaktaufnahme zu bringen. Scheitert der Versuch auch bei diesem Mal, so sollten Sie ihn vergessen. Denken Sie immer daran, dass Sie aus solchen Erfahrungen lernen und es Ihnen beim nächsten Mal leichter fallen wird, sich richtig zu verhalten.

Platonische Beziehung vs. Platonische Freundschaft

Sicherlich haben Sie schon einmal davon gehört, dass das eine oder andere Paar in Ihrem Umfeld eine platonische Beziehung pflegt. Doch was hat es mit diesem Begriff auf sich und was genau steckt dahinter? Genau dieser Frage möchten wir im nachfolgenden Artikel auf den Grund gehen und klären, ob eine platonische Beziehung zwischen Mann und Frau funktionieren kann.

Was genau ist eine platonische Beziehung?

lachendes junges PaarDer Name der platonischen Beziehung stammt von Platon, dem griechischen Philosophen der Antike, ab. Bei seinem Liebesbegriff drehte sich alles um den Eros, die erotische Liebe. Nach der Meinung Platons besitzt der Liebende eine intensive Liebe zur jeweiligen Person. All seine Handlungen gründen auf dieser Liebe.

Der heute genutzte Begriff der platonischen Liebe hat mit dem ursprünglichen allerdings nichts mehr gemeinsam. Man versteht darunter entweder eine Freundschaft über die Grenzen der Geschlechter hinweg oder eine Beziehung, in der auf die Sexualität verzichtet wird. Letzteres kann bewusst entschieden oder durch äußere Umstände bedingt sein.

Viele Paare, die bereits sehr lange zusammen sind, fühlen keine körperliche Anziehung mehr zu einander und entscheiden sich dann, die Beziehung ausschließlich auf geistiger Ebene weiterzuführen und das Körperliche auszublenden. Teilweise kommen aber gerade im Alter auch Impotenz und andere Probleme auf, die beide Partner zum Verzicht auf die körperliche Liebe zwingen können.

Kann eine platonische Beziehung zwischen Mann und Frau funktionieren?

Ob eine platonische Beziehung zwischen Mann und Frau funktionieren kann, ist schwer zu sagen. Sicher ist, dass dieses Unterfangen nicht ganz einfach ist und beide Partner sehr viel investieren müssen, damit es klappen kann. Nachfolgend möchten wir zwischen der platonischen Freundschaft und der platonischen Liebesbeziehung unterscheiden, da beide Situationen verschieden sind.

Platonische Freundschaft

paar liegt auf dem bett und schaut sich anEine platonische Freundschaft ist nichts anderes, als eine Freundschaft mit einer Person des anderen Geschlechts. Dabei stehen gemeinsame Unternehmungen und Gespräche im Vordergrund und es kommt nicht zu sexuellen Handlungen zwischen den beiden befreundeten Personen.

Allerdings konnten zahlreiche Studien zeigen, dass es vor allem mit wachsendem Vertrauen in einer längeren Freundschaft sehr schwer ist, nur befreundet zu sein. Zumindest eine minimale Anziehung ist im Normalfall vorhanden. Deshalb kommt es häufig auch nach Jahren der gewöhnlichen Freundschaft vor, dass beide miteinander schlafen. Vor allem Männer fühlen sich häufig zu ihrer besten Freundin hingezogen, auch wenn sie es ihr gegenüber nicht zugeben.

Trotz aller Schwierigkeiten sind platonische Freundschaften zwischen Mann und Frau möglich. Das ist heute mehr der Fall als noch vor einigen Jahren, als Männer und Frauen komplett andere Rollenbilder erfüllten und sehr konträre Interessen hatten. Eine solch platonische Beziehung kann sehr bereichernd sein, da beide Seiten von den Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht profitieren. So sprechen Männer beispielsweise mit ihrer besten Freundin eher über Gefühle, öffnen sich und geben Fehler zu, als sie das mit ihrem besten Kumpel tun.

Falls es doch einmal zum Sex zwischen beiden befreundeten Personen kommen sollte, nehmen Sie sich die Erfahrung am besten nicht übel. Oft ist es sogar gut, herauszufinden, dass der Sex ein Fehler war und man lieber wieder zum Status der platonischen Freundschaft zurückkehren möchte.

Platonische Liebesbeziehung

verliebtes paar ruht sich ausNeben der reinen Freundschaft kann sich auch aus einer normalen Partnerschaft eine platonische Liebesbeziehung entwickeln. Nach Jahren der Beziehung verschwindet zwar meist nicht die Liebe, aber zumindest das sexuelle Verlangen nach dem Partner. Viele Paare möchten sich nicht trennen und entscheiden sich dann für eine Beziehung, in der sie den Sex vollkommen ausklammern.

Doch auch diese Liebe ist nicht ganz einfach. Schließlich ist es ungewohnt, den Partner plötzlich konsequent gar nicht mehr zu küssen und nicht mehr nur ab und zu, sondern wirklich keinerlei körperliche Liebe zu bekommen. Meistens fühlt zumindest einer der Partner eine sexuelle Zuneigung zum anderen.

Je nachdem, wie groß Vertrautheit und Eifersucht sind, kann es sinnvoll sein, dem Partner zu erlauben, sexuelle Kontakte außerhalb der Beziehung zu haben, damit seine Bedürfnisse diesbezüglich gestillt werden.

Besonders wichtig ist, dass beide weiterhin Zuneigung für einander empfinden und an einem platonischen Miteinander interessiert sind. Gegenseitige Akzeptanz und vollkommenes Vertrauen tragen dazu bei, dass eine platonische Beziehung durchaus funktionieren kann. Die Verbundenheit kann sich beispielsweise durch gemeinsame Unternehmungen, Gespräche und den Alltag mit dem Partner ausdrücken.

Mit dieser Checkliste klappt Ihre platonische Beziehung:

Eine platonische Beziehung oder Freundschaft ist nicht immer ganz leicht. Deshalb haben wir Ihnen eine kleine Checkliste zusammengestellt, anhand derer Sie sehen können, worauf es in einer solchen Beziehung wirklich ankommt.

  1. Vertrauen Sie Ihrem Partner: Sie sollten nach Möglichkeit nicht versuchen sich gegenseitig hinterher zu spionieren. Unternehmen Sie so viel wie möglich gemeinsam, aber lassen Sie sich auch gegenseitig Freiräume. Jeder von Ihnen benötigt Hobbies und Freunde, um auch außerhalb der Beziehung glücklich zu sein.
  1. Seien Sie offen zueinander: Auch wenn Ihre Beziehung offiziell platonischer Natur ist, können sich Ihre Gefühle eventuell verändern. Verschweigen Sie das nicht, sondern sprechen Sie offen miteinander. Sicherlich gibt es eine gute Lösung für das Problem.
  1. Hören Sie nicht auf die Meinung anderer: Vielleicht wird man Ihnen in Ihrem Umfeld etwas irritiert begegnen, wenn Sie viel Zeit mit einer Person des anderen Geschlechts verbringen und beteuern, dass es keine sexuellen Handlungen zwischen Ihnen gibt. Versuchen Sie dann nicht, die anderen zu bekehren, sondern lassen Sie sich von den Kommentaren einfach nicht beeindrucken. Es geht lediglich darum, dass SIE beide glücklich sind.

Wann eine platonische Beziehung keine gute Idee ist

Wie bei einer normalen Beziehung auch, gibt es kein Geheimrezept, Wundermittel oder eine perfekte Musterlösung. Stattdessen müssen Sie selbst herausfinden, ob eine solche Partnerschaft für Sie funktioniert oder nicht. Die nachfolgenden Stichpunkte zeigen Ihnen, wann eine solche Beziehung vielleicht nicht unbedingt geeignet ist.

  1. Einer von Ihnen hat Gefühle für den anderen: Wenn Sie nur befreundet sein möchten, sind Gefühle nicht der ideale Begleiter. Schon gar nicht, wenn nur einer von Ihnen mehr als Freundschaft für den anderen empfindet und diese Gefühle nicht erwidert werden können. In einem solchen Fall kann es sinnvoll sein, sich zumindest für einige Zeit von einander zu distanzieren.
  1. Sie verzichten nur dem Partner zuliebe auf Sex: Wenn Sie sich dafür entscheiden, in Ihrer Beziehung auf die körperliche Liebe zu verzichten, so müssen Sie beide davon überzeugt sein. Auf keinen Fall sollten Sie dies nur Ihrem Partner zuliebe tun, da Sie sonst vermutlich etwas vermissen und nicht glücklich sein werden.
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